Archive for Oktober, 2005

Seltsam …

Ich habe mich vor ein paar tagen mit jemand unterhalten, dem es ähnlich wie mir ergangen ist.
Während des Gesprächs merkte ich das ich Stück für Stück auseinander genommen wurde, und die Mauer um meine kleine “heile” Welt (die nicht wirklich heile ist) zu bröckeln begann.
Mir wurde klar (gemacht) das ich, so wie ich die Dinge teilweise derzeit angehe, das nicht lange durchhalten werde.
Der bzw. die Gründe dafür sind recht einfach aber ebenso fatal was ihre Folgen anbelangt, und zwar z.B. die Tatsache das ich eigentlich glücklich sein möchte aber unterbewusst auch nicht, weil ich mich daran gewöhnt habe das es mir “schlecht” geht weil ich es kenne und angst habe loszulassen und nun daran festhalte.
Ebenso halte ich unbewusst an der Wut und dem Hass fest, weil ich auf die Weise in dem was ich erwarte (also im negativen Sinn) bestätigt werde, und so gar nichts positves zulasse.
Genauso fatal ist die Tatsache das ich es nicht zulasse das es mir schlecht geht, ich versuche mit alle Macht dagegen anzukämpfen und es zu unterdrücken, und gerate dabei nur weiter in einen zwiespalt, der mich wenn ich nicht langsam damit aufhöre allmälich zu zerstören droht.
Ich muss lernen an schlechten Tagen auch mit nur 80% zufrieden zu sein und nicht immer 150% von mir zu verlangen, und statt mich darüber zu ärgern das das Glas schon halb leer ist, lieber darüber freuen das es noch halb voll ist.

Das fängt auch z.B. bei der Sprache an, so hab ich z.B. die Tage zu jemandem gesagt das es mir vor einiger Zeit so gut ginge das es schon nicht mehr feierlich war – und das ist der Knackpunkt bzw. einer von vielen, das ich auch wenn ich etwas positives Sage immer auch ein negativer Unterton mitschwingt, und das kann auf dauer einfach nicht gut gehen.

Ich muss aufhören mich hinter meiner Mauer zu verstecken, und muss die Gefühle auch wenn sie noch so weh tun zulassen, ich muss zulassen das man mir helfen will.

Also kurz und knapp “ich muss mich locker machen” und nicht immer und zu jeder Zeit über alles nachdenken und alles solange zerpflücken bis ich den “schwarzen Punkt” daran finde.

Ich weiß in welche Richtung es gehen soll, jetzt muss ich nur wieder weitergehen, und nicht ständig zurückschauen und denken “was wäre wenn” – es wird nicht eintreten und ich kann auch die Zeit nicht zurückdrehen (was auch besser ist).

Und so verlbeibe ich erst einmal mit einem “Danke” für meinen Gesprächspartner

Meine Zeit …

Jetzt beginnt die kalte Jahreszeit, meine Zeit, dunkel, nass, kalt (gefühlskalt?!) und einsam.
In dieser Jahreszeit fällt meine mitunter schlechte Laune etc. nicht mehr so auf, da viele schlechte Laune haben oder sich z.B. über das schäbige Wetter beschweren.
In dieser Zeit kann ich mich ohne schlechtes Gewissen zu Hause vergraben und falls jemand fragt auf das Wetter verweisen.
Alles wird langsamer und leiser, die Bäume verlieren ihre Blätter und das Leben kommt fast zum erliegen …

Es ist nun schon über 6 Monate her … aber vielleicht tut mir die ruhige Zeit auch ganz gut, um mich auf mich und meinen Weg zu besinnen, um, falls möglich, neue Kraft für das nächste Jahrzu schöpfen.
Es wird auch das 7. Jahr in Folge, welches für mich persöhnlich beschissen aufhört bzw. anfängt, und ich bin der Ansicht das es langsam reicht.

Ich möchte einfach nur mit mir und meinem Leben ins Reine kommen, um den nächsten Lebensabschnitt bewältigen zu können, um die Kraft zu haben weiter zu machen und voran zu kommen, um die Ziele die ich mir gesteckt habe zu erreichen – sowohl im beruflichen als auch, und gerade dort, im privaten.

Und dennoch plagen mich immer noch die Geister meiner Vergangenheit, die ich einfach nur hinter mir lassen will.
Aber die Erinnerungen werden schwächer und verblassen langsam – teilweise zu langsam – und irgendwann werdei sie nur noch als Schatten einer längst verlorenen, vergessenen Zeit exisstieren.

Dann wird das Wundenlecken ein Ende haben – was bleibt sind dann “nur noch” Narben und diffuse Bilder und Gedanken daran wie sie entstanden sind.

Und es stimmt, die Zeit heilt alle Wunden – zwar langsam – aber sie tut es – unaufhaltsam, tag ein, tag aus, rund um die Uhr.
Man sagt auch die Hoffnung stirbt zuletzt, also kann ich noch hoffen, das alles die richtige Wendung nimmt (bzw. meinen Teil dazu beitragen das es so wird) und ich, wann auch immer, eine neue Partnerin finde mit der ich einen Teil meines Weges gemeinsam beschreiten kann.

Nur wann das sein wird und für welchen Zeitraum, weiß ich nicht – hoffentlich wird es dann nicht zu spät sein … für was auch immer

Sinnvoll – Sinnlos ?

Was ist der Sinn meiner Existenz, der Sinn meiner Selbst ?

Gibt es überhaupt ein Sinn zu Leben, weiter zu machen, jeden Tag auf ein neues zu kämpfen – kämpfen worum, wofür, zu welchem Zweck und vor allem zu welchem Preis.

Ist der Preis für mein Leben, meine Existenz, mein vorankommen gerechtfertigt.

Stell nur ich mir solche Fragen, oder ist es normal sein Dasein derart zu hinterfragen.
Was will ich damit bezwecken, mal abgesehen von der Tatsache das mir all das mein Leben nicht leichter macht.
Warum kann ich nicht einfach alles so akzeptieren wie es ist, einfach hinnehmen das einige Dinge einfach keinen Sinn ergeben.

Oder klammere ich mich verzweifelt an den Gedanken das dort draussen noch etwas / jemand auf mich wartet.

Stehe ich noch vor der Schwelle verrückt zu werden oder hab ich sie bereits überschritten ohne es zu merken geschweige denn mir einzugestehen.

Warum kann ich nicht ein paar “graue Zellen” weniger haben so das ich zu derlei Fragen gar nicht imstande bin.

Warum kann ich nicht einfach den Weg des geringeren Widerstandes gehen.

Warum zu Teufel denke ich teilweise immer noch an Sie wenn ich alleine bin oder an Wochenenden wenn nichts los ist.

Was habe ich getan, es nicht zu verdienen glücklich zu werden.
Oder ist das “meine” Quittung für mein Handeln – habe ich es einfach nicht anders verdient – soll ich einfach nicht glücklich werden.

Warum mache ich es mir immer selber unnötog schwer – es lief doch alles halbwegs gut – oder bin ich einfach nicht in der Lage positiv zu denken bzw. auch so zu handeln und aus eigener Kraft meinem Leben eine bessere Wendung zu geben.

Welchen Sinn hat es weiterzumachen, und nach einer Niederlage wieder aufzustehen und von vorne anzufangen …

oder ist das der Sinn des ganzen – immer wieder aufzustehen und weiterzumachen …

Da bin ich mal wieder …

Die Letzte Woche war mal wieder ziemlich scheiße, habe oft an „jemand“ gedacht bzw. mir sind viele Bilder von den unmöglichsten Situationen durch den Kopf gegangen.
Ich konnte die Bilder und damit verbundenen Gedanken recht schnell beiseite schieben, aber mein Unterbewusstsein war wohl andere Ansicht.
Also klar ausgedrückt heißt das, das ich jede Nacht zeimlichen Bockmist geträumt hab – davon wach geworden bin – und mich im Nachhinein auch noch daran erinnern konnte.

In den Träumen war alles so nah, so real, so warm und vertraut das ich mich zusammenreißen musste mir vor Augen zu führen das es nur ein Traum war und das das was im Traum war unwiederbringlich und auf ewig verschwunden und aus meinem Leben getreten ist, und sich das auch nie mehr ändern wird.

Tja und so sitze ich mal wieder auf einem Samstagabend alleine zu Hause, schreibe diesen Eintrag in mein Blog, soz. Das Tor zu meiner kaputten Seele, und versuche nicht daran zu denken was der Rest der Welt an einem Samstagabend so alles macht.
Ich höre meine alten CD´s (die die aus einer Zeit vor „Ihr“ stammen) und versuche mich ganz und gar auf die Musik zu konzentrieren um nicht an andere Sachen zu denken, versuche mir weiß zu machen das alles gut ist und besser wird.

Wenn der Kampf gegen den inneren Schweinehund (also der Kampf gegen mich selbst) doch nur nicht so kräftezehrend wäre, wenn …

Ja wenn – was ? – ich weiß es nicht

Die Richtung ist klar, nur ist es leider nicht immer leicht in die „richtige“ Richtung zu gehen.
Aber wenigstens bin ich mir und dem was ich als „meinen Weg“ bezeichne bis Dato treu geblieben …

Bin ich das … ?